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Frauen Benachteiligung

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ester
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 22:46 Uhr:   

Wie könnte man durch die Veränderung unseres Wahlsystem die Benachteiligung der Frauen verringern?
Also von Wählerinnen und gewählten weiblichen Abgeortneten
Wäre schön wenn mir jemand diese Frage beantworten könnte
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Sole
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 23:12 Uhr:   

Hmmm die PDS im Bundestag hat 100 % Frauen. Wenn die bessere Arbeitsbedingungen hätten wäre schon viel erreicht.
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Frederic
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 23:12 Uhr:   

Hält jemand die Frauen vom Wählen ab?
Hält jemand die Frauen von einer Kanditatur ab?

Nein! Also was solls....
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niklas
Veröffentlicht am Mittwoch, 29. Januar 2003 - 23:28 Uhr:   

@ester:

Ganz egal was ich materiell von der Sache halte ging es mit folgenden Techniken:

Durch Listen, bei denen einzelne Personen gewählt werden können. Der Wähler oder besser gesagt die Wählerin hätte dann die Chance bestimmte Kandidatinnen weiter nach vorne zu wählen.
Bei den bayerischen Landtagswahlen, gibt es zum Beispiel Listen, in denen man mit seiner Zweitstimme einen beliebigen Kandidaten/eine beliebige Kandidatin auf der Liste ankreuzen kann. Bei den bayerischen Kommunalwahlen geht es noch extremer: Man hat soviele Stimmen wie es Plätze im Rat gibt. Wählen lässt sich dann kreuz und quer über alle Parteien hinweg, und bevorzugten Kandidatinnen kann man sogar drei Stimmen geben (Ich würde sagen: Die, die am besten ausschauen :-) ).

Ich glaube letzteres wurde nicht nur einmal im Forum diskutiert. Wenn Sie die Begriffe Kumulieren und Panaschieren (so heißen die Ankreuztechniken bei der bayerischen Kommunalwahl) in die Suchmaschine zur linken Hand eingeben ("Beiträge suchen") finden Sie sicherlich einige passende Beiträge. Z.B. einige Zeihlen tiefer unter "Können die wahlen in Hessen angefochten werden?".
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alberto
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 01:15 Uhr:   

smile
Wer aber stoppt die alles überwuchernden Ödies?

Quote:

Von Frederic am Mittwoch, den 29. Januar 2003 - 23:12 Uhr:

  • Hält jemand die Frauen vom Wählen ab?
  • Hält jemand die Frauen von einer Kanditatur ab?
Nein! Also was solls....
das ist schon eher relevant.
search:
     Gewaltenteilung, 137 GG, 38 GG
--
     Wer das nicht verändert, wird gar nichts verändern
     Wer das nicht kapiert hat, hat gar nichts kapiert

WahlRechtReform
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 11:58 Uhr:   

Daß Frauen vom Wahlrecht benachteiligt werden ist Humbug. Daß Frauen deutlich weniger als die Hälfte der Abgeordneten stellen, liegt ganz einfach daran, daß sie sich weniger parteipolitisch engagieren. Sie stellen bei CDU, SPD und FDP nur 25-30% der Mitglieder und selbst bei den Grünen ist es nur ein gutes Drittel. Gemessen am Mitgliederanteil in den Parteien sind Frauen sogar eher überrepräsentiert, vor allem bei den Grünen.
In Belgien wurde jetzt im Wahlrecht eine schwachsinnige Bestimmung verankert (das neue Wahlgesetz habe ich im Original bisher aber nicht gefunden), daß auch jeder Liste jeweils die Hälfte Frauen und Männer sein muß, ein Geschlecht darf maximal mit einem Kandidaten mehr vertreten sein als das andere. Außerdem muss unter den ersten drei Kandidaten mindstens eine Frau und ein Mann vertreten sein.
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Sole
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 12:04 Uhr:   

" mindstens eine Frau !!!!!und ein Mann!!!!!"

Der letzte Teil des Satzes ist auch nicht ganz unwichtig.
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Stoiber-Fan
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 12:08 Uhr:   

@Frederic
Ok, ich rate mal:
Du hast auf der Liste der Grünen nur Männer gewählt um die 50%-Quotenregelung zu umgehen?
Solchen doofen Regelungen kann der Wähler auch nur in Bayern direkt entgegen wirken.
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ester
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 12:36 Uhr:   

Hier ist nochmal Ester
Aber wie so liegt der Frauenanteil im Parlament in den S
skandinavischen Länder bei annähernd 50%?
Das liegt doch nicht nur am Einsatz der Frauen in der Politik und soweit ich weiß,haben sie nicht so ein Wahlsystem wie es oben dargestellt ist.
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Stephan Glutsch
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 15:44 Uhr:   

Ester:

Am besten, Du bestimmst mal den Frauenanteil bei den Teilnehmern dieses Forums. Dadurch kannst Du Dir ein Bild machen, wieviel Frauen sich fuer Politik interessieren. Danach legen wir eine Frauenquote fuer die Wahllisten fest. Ich fuerchte allerdings, mein Vorschlag ist nicht verfassungsgemaess.

Ausserdem empfehle ich "Das daemliche Geschlecht" von Barbara Bierach, da wird untersucht, wofuer sich Frauen noch alles nicht interessieren.
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c07
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 20:36 Uhr:   

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niklas
Veröffentlicht am Donnerstag, 30. Januar 2003 - 21:34 Uhr:   

@C07:

Mir persönlich ist relativ egal, ob die von mir meine bevorzugte Partei Männlein, Weiblein oder Donald Duck aufstellt. Hauptsache die Mehrzahl der Kandidaten gehören nicht zur Gewerkschaft oder zum öffentlichen Dienst. Aber da mein Horizont ohnehin sehr beschränkt ist und ich nicht auf zwei zählen kann, mache ich mein Kreuzchen immer links oben (Die stärkste Landespartei hat doch immer Listennummer 1?).


In unserem Land sind nun mal die Parteien die mit Abstand Intermediäre der politischen Willensbildung. Ich könnte mir auch gut vorstellen, das durch plebiszitäre Mittel zu erweitern, doch das ist hier nicht das Thema. Allen Frauen steht es frei, sich politisch zu engagieren, indem sie zu Parteien gehen, im Forum mitdiskutieren, demonstrieren, Leserbriefe schreiben, Petitionen schreiben etc.

Was bei Quoten herauskommt, läßt sich folgendermaßen modellieren. Annahmen: Frauen und Männer sind gleich fähig. In beiden Geschlechtsgruppen gibt es einen gleichen Prozentsatz an sehr fähigen, mittelmäßigen und schlechten Polittalenten. Es gibt eine Frauenquote von exakt 50 Prozent. Jede Partei wählt seine Spitzenkräfte nach Fähigkeiten aus (im Idealfall :-) !). Da die Frauenanteile in den meisten großen Parteien zwischen 20 und 35 Prozent (Grüne 1998: 35,5 %) liegen, käme es in diesem Modell dazu, dass bei der Auswahl von Spitzenpositionen weniger fähige Frauen gegenüber befähigteren Männern bevorzugt werden würden. Das ist natürlich nur ein Modell, aber ich bitte die Stichhaltzigkeit zu diskutieren!

Grundsätzlich ist die Frauenquote natürlich ein Auswuchs von Reglementierungswut, der mE auch dem Demokratieprinzip wiederspricht. Die Grünen z.B. besetzen ihre Ämter nicht nach Fähigkeiten, sondern nach bestimmten, äußerst kontraproduktiven Grundsätzen (Parteivorsitzende dürfen nicht Parlamentarier sein, ein Mann und eine Frau für jeden Posten etc.). Wier könnten auch noch Regional-, Alters-, Berufsquoten etc. einführen. Irgendwann bekämen wir dann wohl eine Ständevertretung, die mit freier Wahl nur noch wenig zu tun hat.

Keiner hindert die Frauen daran, in die Parteien zu gehen, und wenn sie mehr werden, wird es wohl nicht ausbleiben, dass es auch mehr Repräsentantinnen gibt. Dass es geht, beweist die äußerst kluge Frau Merkel, die immer mehr an Format gewinnt und hoffentlich so bald wie möglich das wichtigste Amt dieses Landes übernehmen wird.
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Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 13:31 Uhr:   

Nun muss ich auch mal meinen Macho-Senf loswerden:
Tatsächlich sind Frauen in den Parlamenten der meisten Staaten der Welt im Vergleich zu ihrem Bevölkerungsanteil untervertreten. Allerdings bezweifle ich, dass dies durchwegs am Wahlsystem liegt.
Bei gebundener Listenwahl kommt es natürlich darauf an, wieviele Sitze eine Liste macht und wo die Frauen zu finden sind; stehen sie am Ende der Liste, dann kommen zuerst die Männer dran. Da ist es vielleicht sinnvoll, die Parteien dazu anzuhalten, ihre Listen entsprechend ausgewogen zu gestalten.
Allerdings werden solche Listen ja auch von einem Parteigremium aufgestellt, in dem durchaus genügend Frauen sitzen könnten usw.
Letztlich ist es aber so, dass in Europa in allen Ländern die Frauen einen leicht grösseren Anteil der Bevölkerung und der Wahlberechtigten ausmachen. Sie hätten es also in der Hand, durch konsequentes Wahlverhalten einen Frauenanteil von 100% zu erzeugen. Dass das nicht geschieht, beweist eigentlich, dass es andere Faktoren als rein rechtliche, wahlsystematische u. dgl. sind, die Frauen unterrepräsentiert lassen.
Ich denke da an gesellschaftliche Faktoren, geschlechtsspezifische Leitbilder und Rollenvorstellungen, soziale und finanzielle Ungleichgewichte u. dgl. mehr. Wenn frau da wirklich was ändern will, dann müsste sie schon eher auf dieser Ebene ansetzen statt erst beim Wahlrecht.
Im übrigen gibt's auch die Kampagne "Frauen wählen Frauen", die allerdings bisher noch nicht so sehr viel verändert zu haben scheint.

Ausserdem - das möchte ich mir politisch unkorrekt gleichwohl nicht verkneifen - kann ich mir vorstellen, dass auch die elementare Tatsache, dass Frauen Kinder gebären, eine gewisse Rolle spielen könnte. Selbst wenn finanziell alles abgesichert ist, wenn die Kinderbetreuung vom ersten Atemzug des Neugeborenen an durch Dritte gewährleistet ist - eine Schwangerschaft setzt vielen Frauen körperlich bzw. gesundheitlich immer noch zu, dies über Monate, im Extremfall über ein Jahr, und das heisst dann auch zugleich, dass diese Frauen schlicht benachteiligt, vielleicht sogar lahmgelegt sind. Solche Unterbrüche tun einer Karriere jedoch erfahrungsgemäss nie gut. Gleichgültig, ob nun ein Mann wegen eines Beinbruchs einige Monate ausfällt, oder ob eine Frau wegen Schwangerschaft ausfällt - in beiden Fällen ist das ein Nachteil in Beruf, Politik, Wissenschaft und Forschung usw. usf.
Selbst wenn alles andere, was Frauen benachteiligt oder benachteiligen könnte, aus dem weg schafft, so weiss ich nicht, wie sich daran etwas ändern lässt.
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Ralf Arnemann
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 14:50 Uhr:   

@Philipp Wälchli:
Die reine Kinderpause von einigen Monaten ist m. E. weder für die berufliche noch die politische Karriere ein wesentlicher Nachteil. Die nachfolgende Betreuung dagegen kann sehr wohl entscheidend sein.
Wobei es übrigens auch genügend Väter gibt, die zwar nicht als Hausmann über Jahre ausfallen, aber doch soviel Zeit für die Familie reservieren, daß das klare Nachteile für Karrieren beiderlei Art bedeutet.

Ich glaube nicht, daß die Unterrepräsentanz von Frauen in der Politik (oder dem höheren Management) noch viel mit der Kinderfrage zu tun hat.
Schließlich gibt es eine wirklich sehr große Gruppe von Frauen (über ein Drittel!), die haben überhaupt keine Kinder und damit freie Bahn für alle Karrierechancen.

Es ist wohl eher so, daß Frauen andere Interessensschwerpunkte haben als Männer. Und die Ausübung von Macht (und das ist ein wesentlicher Punkt bei Karrieren in Wirtschaft und Politik) gehört ganz offensichtlich nur bei wenigen dazu.
Auch das allgemeine politische Interesse ist bei Frauen deutlich weniger ausgeprägt. Das sieht man doch schon im Schüleralter: Da spielt die Kinderfrage nun wirklich noch keine Rolle, und trotzdem sind die Jusos, Julis, JUler oder JuGrüs überwiegend männlichen Geschlechts.
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Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Freitag, 31. Januar 2003 - 23:36 Uhr:   

@Ralf Arnemann:

Ich habe versucht deutlich zu machen, dass dies nur ein Problem unter andern ist. Aber im Gegensatz zu andern Problemen halte ich dieses für nicht lösbar. Und auch wenn ein Drittel aller Frauen keine Kinder hat, so ist es doch so, dass 100% der Männer keine haben.
Ich kenne auch genügend Fälle, in denen eine Kind eine Lebensplanung über den Haufen geworfen hat. Man stelle sich mal vor, die Schlussprüfungen am Ende einer Ausbildung in hochschwangerem Zustand kurz vor dem prognostizierten Geburtstermin durchstehen zu müssen. Das geht mitunter einfach nicht. Dann ist problemlos ein halbes oder auch ein ganzes Jahr vergeigt, das rückt den Berufsausstieg hinaus, was sich wieder in einer tieferen Lohneinstufung (1 Jahr weniger Erfahrung!) niederschlägt usw. usf. Das sind Nachteile, die nie wieder ausgebügelt werden können.

Im übrigen bezweifle ich, dass Machtausübung das einzige oder gar das massgebende Motiv für politische Aktivität ist. Ich sage das einmal plakativ: Wenn es einer Frau um Machtausübung geht, dann wird sie vielleicht Domina, eröffnet ein eigenes Studio, macht reichlich Knete, kommt auf RTL und PRO 7, macht danach noch mehr Knete, eröffnet Lehrgänge für andere Frauen, die in ihre Fussstapfen treten möchte usw.
Ich meine hingegen, dass ein Motiv für den Einstieg in die Politik zum Beispiel Gerechtigkeitsgefühl sein kann, oder ganz schlicht die Erfahrung von etwas, was einem skandalös scheint, "nicht richtig" - und da "muss man doch etwas tun."
Ich kenne jedenfalls haufenweise Leute beiderlei Geschlechts, die genau auf diese Weise politisch aktiv wurden.

Ob das nur eine Sache von Interessen ist, weiss ich nicht. Vielleicht finden Frauen, dass in der Politik typische Männerthemen behandelt werden und dies noch mit Methoden, die typisch für Männerbünde seien. Ich könnte eine solche Optik jedenfalls verstehen, da ich oft genug selbst den Eindruck habe, dass die wirklich brennenden Probleme aus der Politik ausgespart werden. Ganz zu schweigen von der "symbolischen Politik", die heute gerne betrieben wird: Viel Aktivität, ohne etwas zu verändern.

An diesem Punkt, so will mir scheinen, treten nun auch verschiedene Ansichten darüber, was Politik an sich sei, zu Tage.
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c07
Veröffentlicht am Samstag, 01. Februar 2003 - 17:05 Uhr:   

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tom..keller@web.de
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. September 2005 - 15:01 Uhr:   

Weiß hier jemand wieviel frauensitze es im parlament gibt???
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tommy
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. September 2005 - 15:03 Uhr:   

wenn jemand irgendwann mal on sein sollte schreibt mir doch bitte eine e-mail ;)
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tommy
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. September 2005 - 15:04 Uhr:   

natürlich an den namen den ich oben angegeben habe
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AeD
Veröffentlicht am Donnerstag, 29. September 2005 - 15:12 Uhr:   

Soweit ich weiß, gibt es keine speziellen Sitze für Frauen im Bundestag ,-).

Soweit Du die Zahl meinst, mußt Du schon noch den Sonntag abwarten.

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