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heinzharald Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2013 - 03:13 Uhr: | |
Gibt es eine Antwort darauf, wo ein Wahllokal eingerichtet werden darf/kann? In meiner Gemeinde finden seit vielen Jahren alle politischen Wahlen in den Räumen des örtlichen evangelischen Gemeindehauses statt. Mein persönliches Problem ist, dass ich diese Räume nur mit innerer Überwindung betreten kann. Während des Wahltages findet in den Nebenräumen eine Bewirtung durch Mitglieder der Kirche statt, was ich als indirekte Einflussnahme empfinde. Ich möchte als Bundesbürger meiner Wahlpflicht nachkommen, dies aber auch frei ausüben können, auch ohne die Belauerung durch eine religiöse Gruppierung. |

Norddeutscher Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2013 - 09:46 Uhr: | |
Wieso beeinflusst es Dich, wenn Du die irgendein Gebäude betrittst? Das Wahlgeheimnis wird auch dort gewährleistet sein. Du wirst weder gezwungen werden vor Betreten des Wahllokals den Gottesdienst zu besuchen noch werden die in den - wie Du schreibst - Nebenräumen befindlichen Kirchenmitglieder Dich mit Gewalt zwingen Meßwein zu trinken. Sei froh, dass es überhaupt jemanden gibt, der seine Räumlichkeiten als Wahllokal zur Verfügung stellt. Ich bin auch kein Kirchenmitglied. Trotzdem empfinde es als widersinnig, darin überhaupt ein Problem zu sehen. Würden die Wahlunterlagen auf dem Altar gelagert und der Raum wäre mit Weihrauchduft erfüllt, hätte ich Bedenken. Auch wenn der Pastor am Eingang stünde und jeden mit den Worten "Heute ist Sonntag. Denken Sie bei der Wahl bitte an Gottes Gebote" begrüßen würde, wäre das nicht in Ordnung. Aber ein nicht dem Gottesdienst geweihter Raum ohne direkte Missionstätigkeit ist doch kein Problem. Da hat mich die Fronleichnamsprozession kürzlich deutlich mehr gestört. |

MoritzB Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2013 - 09:55 Uhr: | |
Mach doch Briefwahl! Ist eh bequemer! |

Nikolaus Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2013 - 10:52 Uhr: | |
Messwein gibt es sowieso nur für Kirchenmitglieder und im Rahmen des Gottesdienstes. Die Kirche ist auch keine Partei. Niemand wird gezwungen, sich bewirten zu lassen. Und wenn das Gemeindehaus in einem Dorf offenbar die einzige Möglichkeit für die Einrichtug eines Wahlokals darstellt, warum dann nicht? In meinem Dorf ist das Lokal immer in einer öffentlichen Schule. Auch Eltern, die ihre Kinder in die örtliche Montssori-Schule schicken, gehen dorthin wählen. Dass das ein Problem war, ist mir noch nie aufgefallen. |

Good Entity Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2013 - 15:31 Uhr: | |
Immerhin ist die evangelische Gemeinde offensichtlich bereit, Muslime, Katholiken, Laizisten und Menschen in ihre Räume zu lassen, die wie heinzharald denken und fühlen. Ob das die Gemeindemitglieder auch innere Überwindung gekostet hat? |
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