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Dennis Heidsiek
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 17. Februar 2010 - 18:02 Uhr: | |
Hallo allerseits, ich bin in dem Neo-Projekt zur Erstellung eines ergonomisches Tastaturlayout für die Standardtastatur aktiv. Nach mehreren Jahren der Diskussion auf unserer Mailingliste sind wir jetzt endlich soweit, Neo 2 „einzufrieren“ und damit offiziell veröffentlichen zu können – wenn es nicht noch zwei offene Themenkomplexe gäbe, bei denen wir einfach keinen Konsens finden konnten. Aus diesem Grund soll über diese beiden Punkte abgestimmt werden (bisher haben wir immer versucht, Unstimmigkeiten argumenativ im allgemeinen Konsens aufzulösen, aber hier ist uns das einfach nicht gelungen). Ich habe mich dazu freiwillig gemeldet, diese Wahl als Wahlleiter zu organisieren – in habe in unserem Wiki bereits eine Seite über die organisatorischen und formalen Aspekte erstellt. Außerdem habe ich auch noch eine ganz konkrete kleine ›Anleitung‹ zur Stimmabgabe geschrieben, da ich mir als Wahlsystem die doch nicht volltriviale Schulze-Methode ausgekuckt habe (schon, da es sehr viele und quasi auch ›Familien‹ von Vorschlägen gibt). Ich wäre sehr dankbar, wenn mal jemand von Euch da einmal drüber schauen könnte, einfach um zu sehen ob ich eventuell etwas wichtiges vergessen habe – vielleicht habe ich ja sogar auch einen offensichtlichen Schnitzer drin. Oder Ihr findet das ganze Verfahren nicht koscher, schließlich seid ihr die Wahlrechtprofis – in diesem Fall würde ich um Verbesserungsvorschläge bitten. Vielen Dank im Voraus, Frakturfreund |

Ratinger Linke Unregistrierter Gast
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Februar 2010 - 18:57 Uhr: | |
Für den Wähler ist die Schulze-Methode schon ziemlich trivial, wenngleich für viele vielleicht ungewohnt. Was nicht besonders treffend ist, ist die Erklärung mit dem Gewicht. Das würde für Borda zutreffen. Bei Condorcet hat man aber im Prinzip lauter einzelne Abstimmungen, jeder gegen jeden (bei 10 Möglichkeiten 10*9/2 = 45 Abstimmungen), wobei allerdings durch den Modus der Rangordnung ausgeschlossen wird, dass es schon beim einzelnen Wähler keinen (lokalen) Condorcetsieger gibt (Enthaltungen ausgenommen). Die Abstimmung Letzt- gegen Vorletztpräferierten ist nicht weniger wichtig als die von Erst- gegen Zweitpräferierten. |

Dennis Heidsiek
Registriertes Mitglied
| | Veröffentlicht am Freitag, 19. Februar 2010 - 08:06 Uhr: | |
Hallo Ratinger, vielen Dank für Deine Anmerkungen! Die Wahlmethode ist schon recht ungewohnt und vor allen Dingen auch recht komplex (zu erklären) wenn es keinen Condorcet-Sieger geben sollte, aber ich finde nicht, dass das prinzipiell ein Hinderungsgrund sein sollte – man muss auch mal etwas Neues wagen. Meine Erklärung mit dem Gewicht ist vielleicht wirklich etwas missverständlich; aber auch nicht gänzlich falsch, da jede einzelne Präferenzliste doch in die Zweikampfsmatrix übersetzt wird, und hier führt die k-te Präferenz zu k-1 Einträgen, da sie der Wählende allen folgenden k-1 Einträgen vorzieht (n≤k≤1). Das Gleichsetzen/Weglassen von Möglichkeiten ist so gesehen quasi ein Stimmverzicht (da ich hier mit Allen gleichermaßen leben könnte). Aber natürlich ist jede Bevorzugung gleich viel wert … das sollte ich wirklich nochmal besser formulieren. Wichtig war mir eigentlich nur den Leuten begreiflich zu machen, dass es besser ist, eine möglichst vollständige Präferenzliste abzugeben – desto genauer sie ihre Wünsche artikulieren, desto mehr fließt auch in die Wahlauszählung/Entscheidung ein. Hm, vielleicht sollte ich das einfach so schreiben und genauere Erklärungen einfach weglassen. |
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