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Eine neue Idee - jeder sollte 10 Stim...

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Dr. Ohnemoos
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Montag, 19. Oktober 2009 - 12:47 Uhr:   

Hallo,

ich habe mal darüber nachgedacht, dass viele Leute zwar eine Präferenz für eine Partei haben, aber auch mit anderen Parteien sympathisieren. Bei der Wahl bin ich aber gezwungen, durch meine Zweitstimme eine einzelne Partei zu 100 % zu unterstützen, mit der ich vielleicht nur zu 60 % übereinstimme, d. h. ich kann meinen Wählerwillen nur ungenau zum Ausdruck bringen. Wie wäre es, wenn jeder 10 Zweitstimmen bei der Wahl hätte, die er nach Belieben auf Parteien verteilen kann ?

Wenn ich z.B. eingentlich Grünen-Wähler bin, aber auch mit der FDP sympathisiere, dann könnte ich 7 Stimmen den Grünen und 3 der FDP geben usw.
Eine wesentlich genauere Abbildung des Wählerwillens wäre möglich.

Ich fände das besser, wesentlich besser, als das jetzige System.

Viele Grüße

Dr. O.
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Ratinger Linke
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 19. Oktober 2009 - 14:26 Uhr:   

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Stefan Grabert
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. November 2011 - 11:42 Uhr:   

Moin,
für die Abbildung des eigentlichen Wählerwillens ist ein solches Verfahren sicher nicht verkehrt. Mir persönlich war auch schon einmal der Gedanke gekommen, auf die Erststimme zu verzichten und über die Landesliste einfach die Möglichkeiten des Kommunalwahlrechts in z.B. Hessen oder BW zu nutzen, also Panaschieren und Kumulieren. Machen die Schweizer das nicht auch für den dortigen Nationalrat? Allerdings macht dies wohl die Auszählung zu einem Hürdenlauf ohne Beispiel. Dies ginge sicher nicht ohne ein zuverlässiges technisches Unterstützungsverfahren.

Sorry, wenn ich an dieser Stelle die alte Kiste noch einmal aufmache. Aber letztlich würden sich doch damit gleich mehrere Probleme lösen lassen, nicht zuletzt auch das negative Stimmgewicht.

Abschließend habe ich mir noch kein Urteil gebildet, auch nicht darüber, welcher Typus Politiker dann vorzugsweise das Rennen machen würde.

Beste Grüße
Grabert
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. November 2011 - 13:15 Uhr:   

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Stefan Grabert
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. November 2011 - 14:22 Uhr:   

Moin,
danke für die Antwort, die "unechte Teilortswahl" ist mir jetzt direkt kein Begriff, da ich in erster Linie mit den hessischen Regelungen vertraut bin, die wohl um einiges einfacher gestrickt sind als die baden-württemberischen. Was wäre eigentlich an einem festen Sitzkontingent so schlecht?

Ja, die Stimmzettel wären sicher unhandlich, in Frankfurt galt: "Sie haben 90 Stimmen", das Muster war unhandlich und unübersichtlich. Gerne möchte ich aber die Macht der Liste überwunden wissen, speziell wegen der Schacherei und Verbiegungen für Listenplätze. Eine Liste je Partei/Land und eine korrespondierende Stimme halte ich für einen echten Rückschritt.

Wenn es einen besseren Begriff als den des "Wählerwillens" gibt, dann bitte. Ich hänge nicht an dieser Sprechblase.

Um aber auch in diese Richtung noch einmal laut nachdenken zu können, habe ich hier erst einmal ins Unreine gesprochen. Über die Sache mit Bremen denke ich jetzt einfach einmal nach. Wenn großartig umgerechnet werden muss oder gar über Grenzen hinweg gewählt, das wäre natürlich nur suboptimal.

Beste Grüße
Grabert
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Donnerstag, 24. November 2011 - 15:20 Uhr:   

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marvin
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 25. November 2011 - 11:48 Uhr:   

Angenommen, ich wünsche mir eine Zusammensetzung des Parlaments in Form von 45% Partei A, 20% Partei B, 35% Partei C. Dann könnte ich auf die Idee kommen, meine Stimmen genau so aufzuteilen, um meinen Wunsch möglichst hohes Gewicht zu geben. Besser wäre es aber, erst mal die Umfragen anzuschauen. Angenommen, da steht A bei 50%, B bei 10% und C bei 40%. Dann sollte ich alle Stimmen B geben, um das tatsächliche Wahlergebnis am stärksten in die von mir gewünschte Richtung zu lenken.

Daher stellt sich für mich die Frage, was man mit dem Splitting erreichen will.
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Stefan Grabert
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 27. November 2011 - 16:56 Uhr:   

Moin,
ich denke bei Panaschieren und Kumulieren für Landeslisten bei der Bundestagswahl beispielsweise an den Wegfall der Erststimme für den Direktkandidaten, diese Funktion könnte auch durch das Vergeben mehrerer Stimmen an den entsprechenden Kandidaten erfolgen. Ich habe übrigens diesen Thread nur genommen, weil er schon existierte und ich nicht gleich für ein paar Gedanken ins Unreine wieder einen Thread aufmachen wollte. Und bitte bedenken, es sind immer noch ziemlich rohe und wirre Vorstellungen.

Beste Grüße
Stefan Grabert

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