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Geringe Wahlbeteiligung - wer profiti...

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Andi
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 10. April 2009 - 22:14 Uhr:   

Im Artikel zu den Auswirkungen der Nichtwahl bzw des Ungültigwählens steht, dass entgegen des allgemeinen Glaubens nicht die "extremen" sondern die großen Parteien am meisten von Wahlenthaltung. Mir ist nicht ganz klar inwoefern das genau der Fall sein soll. Ist es denn nicht der Normalfall, dass die Anzahl der Wähler der "extremen" Partei ungefähr gleich bleibt, und sich ihr Wahlergebnis dann verbessert wenn zB von SPD oder CDU enttäuschte Wähler zuhause bleiben?
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Freitag, 10. April 2009 - 23:00 Uhr:   

Es profitieren natürlich von geringen Wahlbeteiligungen immer die Parteien, deren Anhänger trotzdem zur Wahl gehen. Das ist von Wahl zu Wahl unterschiedlich.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Samstag, 11. April 2009 - 09:28 Uhr:   

@Hanseat: Richtig

Allgemein kann man sagen, daß niedrige Wahlbeteiligung der SPD sicher nicht nutzt, noch weniger Rechtsradikalen. Eher günstig ist niedrige Wahlbeteiligung für die Grünen und auch für die FDP, im Osten nutzt sie besonders der Linkspartei.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 12. April 2009 - 18:00 Uhr:   

@ Thomas Frings

Im Moment würde eine niedrige Wahlbeteiligung der FDP sicherlich nicht nutzen, weil es ja die von der Union enttäuschten Wähler wären, die nicht zur Wahl gehen würden. Gehen sie jedoch zur Wahl (und steigern damit die Beteiligung) wählen sie im Moment eher FDP.
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Thomas Frings
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 12. April 2009 - 20:41 Uhr:   

@Hanseat

Naja, in BaWü hat die FDP trotz oder wahrscheinlich sogar gerade auch wegen der sehr niedrigen Wahlbeteiligung (53,4%) das beste Ergebnis seit 1968 geholt. In Hessen profitierte die FDP trotz gesunkener Wahlbeteiligung kräftig von ehemaligen CDU-Wählern. CDU-Anhänger neigen weniger als SPDler zur Wahlenthaltung.
Und längst nicht für jeden unzufriedenen Schwarzen ist die FDP eine Alternative.
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Hanseat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Montag, 13. April 2009 - 02:24 Uhr:   

@ Thomas Frings

Umgekehrt kann aber z.B. auch sagen: 2004 ist in Hamburg die Wahlbeteiligung gesunken und die FDP achtkantig aus der Bürgerschaft geflogen. Es hängt halt immer von der Situation ab. Und im Bund ist es derzeit halt so, daß die frustrierten Marktwirtschaftler unter den bisherigen Unionswählern entweder FDP oder garnicht wählen werden, denn wen soll ein von der CDU enttäuschter konservativer Marktwirtschaftler wählen, wenn er nicht mehr Union wählen will. Da bleibt doch nur die FDP, weil ja auch rechter Protest nichts hilft, weil NPD & Co. nun auch alles andere andere als Marktwirtschaftler sind. Wenn die Bauern sauer sind, ist das anders, die wählen im Zweifel nicht FDP.

Das garnicht wählen würde aber im Gegensatz zur anderen Alternative der FDP nicht wirklich nützen.

Natürlich gibt es andere Situationen, in denen das anders wäre (Hessen ist so ein Beispiel, wobei die FDP auch bei gleichbleibender Wahlbeteiligung gewonnen hätte, denn sie hat ja erheblich an Stimmen zugelegt).

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