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Frage an die Demokraten

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Ronny Michel
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 07. Oktober 2008 - 18:00 Uhr:   

Liebe Demokraten,

Jedem Bürger dieses schönen Staates wird spätestens im Sozialkundeunterricht von akademisch ausgebildeten Nationalerziehern hinter die Ohren geschrieben, dass Demokratie etwas ganz, ganz Tolles sei.
Dazu folgende Frage: Warum sollte ich eigentlich ein politisches System befürworten, in welchem diejenigen, die dieses schöne System allzu gern mit der Möglichkeit der Einflussnahme auf die Politik verwechseln, von jedem aufrechten Demokraten als "die Straße" abgekanzelt werden, deren Druck sich verantwortliche demokratische Politiker auf keinen Fall beugen dürfen?

Personen, die sich von den meinungsbildenden Instanzen dieser Gesellschaft samt staatsdienlichen Geiseteswissenschaftlern nicht immerzu verblöden lassen, sondern mal mit vernünftigen Argumenten g e g e n das System von Demokratie und dem zu ihr gehörenden Kapitalismus befassen wollen, seien u.a. auf folgende Quellen verwiesen:

Literatur von Prof. Dr. Freerk Huisken (Uni Bremen): U.a. "Erziehung im Kapitalismus" oder "Alles bewältigt, nichts begriffen. Nationalsozialismus im Unterricht."

Homepage von Prof. Dr. Freerk Huisken: www.fhuisken.de

Vorträge von Prof. Dr. Freerk Huisken, Prof. Dr. Margaret Wirth (Poltikwissenschaftlerin, Uni Bremen) und anderen finden sich u.a. auf www.argudiss.de

Nicht zuletzt ist zu empfehlen: Prof. Dr. Albert Krölls (Rechtswissenschafler, FU Berlin): "Freiheit, Gleichheit, Eigentum - so gut wie ihr Ruf?" (www.sozialreferat.com - Rubrik "Vorträge")
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Demokrat
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Samstag, 13. Dezember 2008 - 23:12 Uhr:   

Es ist sicherlich unhöflich, eine Frage mit einer Gegenfrage zu beantworten, aber ich stelle sie trotzdem:
Warum neigen einige Personen häufig dazu zu postulieren, dass die Meinung einiger tausend oder von mir aus auch einiger zehntausend Demonstranten der "Wille des Volkes" ist!?
Wer sagt uns denn, dass ein auf einer Demonstration artikulierter "Wille" dem des Volkes entspricht? Oder müssen wir in ihren Augen annehmen, dass der Teil des Volkes, welcher am lautesten herumschreit, marschiert und protestiert, damit automatisch recht hat und die Mehrheit repräsentiert und sich die Politiker folglich den schlimmsten und lautesten Schreihälsen beugen müssen?

Und ihre Aussage bzgl. "Demokratie und dem zu ihr gehörenden Kapitalismus" ist leider völliger Unfug, es sind ebenso kapitalistisch eingestellte Diktaturen denk- bzw. aufzeigbar wie es Demokratien gibt, welche in weiten Teilen des Wirtschaftsprozesses relativ unkapitalistisch eingestellt waren, z. B. durch strikte Arbeitnehmerschutzgesetze, Mindestlöhne, einen weit gefassten Staatsbetriebsektor usw.
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KJ
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Sonntag, 27. November 2011 - 09:15 Uhr:   

Hallo

Ich mache mir schon lange folgenden Gedanken:
Ich bin im GRunde mit keiner Partei zufrieden und will meine Stimme auch nicht abgeben. Nicht zur Wahl gehen - wie die meisten meiner Freunde - finde ich falsch. Gehe ich aber zur Wahl und wähle das kleinste Übel wird dies als Zustimmung für dessen POlizik gewertet! Also kann ich im Gründe nicht wählen.
Wie werden ungültige Stimmen gewertet? Was ist bei einer Mehrheit für die Ungültigen? Zählen ungültige in irgend einer Form?
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Ratinger Linke
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 27. November 2011 - 15:29 Uhr:   

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Ralf Lang
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Sonntag, 27. November 2011 - 22:36 Uhr:   

"Dazu folgende Frage: Warum sollte ich eigentlich ein politisches System befürworten, in welchem diejenigen, die dieses schöne System allzu gern mit der Möglichkeit der Einflussnahme auf die Politik verwechseln, von jedem aufrechten Demokraten als "die Straße" abgekanzelt werden, deren Druck sich verantwortliche demokratische Politiker auf keinen Fall beugen dürfen?"

Ja, musst du doch nicht. Demokratie-Idealisten finden etwas großes dabei, wenn zwar nie rauskommt, was sie wollten, sie aber beim Zustandekommen dieses Ergebnisses aber die Möglichkeit hatten, sich per Stimmkreuz einzubringen. Diesen Idealismus musst du ja nicht zwingend teilen, wenn er nichts für dich ist.

Ich zum Beispiel habe es lieber, wenn bei der Politik das rauskommt, was ich wollte. Der Weg (Wahl der passenden Parteien und Köpfe, Volksabstimmung, Lobbyismus bei Machern und Entscheidern) ist mir dabei relativ egal.

Du solltest aber bewusst sein, dass es die Option "gegen Demokratie" bei uns nicht gibt. Das kannst du weder durch Wahlen noch durch Volksabstimmungen hier durchsetzen. Abgesehen davon wird es auch kaum jemand wollen. Die letzte Abweichung von der Demokratie, damals bei Hitler, ist den Leuten sehr präsent. Sie versprechen sich davon im Allgemeinen wenig.

Wenn du gegen Demokratie argumentieren willst, bist du wahrscheinlich in den einschlägigen Teachins, Blogs und Foren besser aufgehoben als hier, wo es im Wesentlichen um die Modalitäten der Demokratie geht - und nicht um das ob.

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