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tg
| | Veröffentlicht am Dienstag, 19. Februar 2008 - 07:24 Uhr: | |
Auf der Seite http://www.rangevoting.org/SplitLR.html wird ein Verfahren vorgestellt, mit dem Gerrymandering bei der Wahlkreiseinteilung verhindert werden kann. Meine Meinung dazu: Vorteile: - Keine Willkür bei der Einteilung der Wahlkreise - Die meisten Wahlkreise umfassen ein recht kompaktes Gebiet, es gibt keine Haken, Wurmfortsätze oder ähnliches. Schlimmstenfalls können lange Streifen entstehen. Nachteile: - geschlossene Siedlungsräume werden zerschnitten - Relief, Straßennetz etc. werden nicht berücksichtigt. Es gibt Wahlkreise, die durch Gebirge ohne Paßstraßen faktisch zweigeteilt sind. (z.B. Sierra Nevada in Kalifornien) - Kommunale Verwaltungsgrenzen spielen keine Rolle Insgesamt halte ich das System nicht für optimal, aber wenigstens für besser als das derzeitige System der Wahlkreiseinteilung in den USA, da alle genannten Nachteile dort ja ebenfalls auftreten. |

tg
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 20. Februar 2008 - 08:40 Uhr: | |
Der Link funktionierte gestern nicht, jetzt tut er es aber wieder. :-) Es ist also jetzt möglich, über das dort vorgestellte Verfahren zu diskutieren. |

gelegentlicher Besucher (Unregistrierter Gast)
| | Veröffentlicht am Mittwoch, 20. Februar 2008 - 20:09 Uhr: | |
Teilweise ist Gerrymandering zugunsten rassischer Minderheiten durch den Voting Rights Act vorgeschrieben, die Einzelstaaten könnten diesen Algorithmus also nicht ohne Bundesgenehmigung einführen. Sachlich wäre eine innerstaatliche Verhältniswahl die bessere Lösung. Die Umsetzungschancen wären auch nicht schlechter als für diesen Algorithmus. Meiner Meinung nach löst dieser Algorithmus das falsche Problem. Wenn man will, kann man neutrale Wahlkreise auch von unabhängigen Komissionen ziehen lassen, die meisten Länder mit Mehrheiswahlrecht und inzwischen auch einige US-Bundesstaten machen das so. Wenn noch gegerrymandert wird, liegt das nicht daran, dass die Staatslegislative nicht anders könnte, sondern dass sie nicht anders will. |

tg
| | Veröffentlicht am Donnerstag, 21. Februar 2008 - 10:22 Uhr: | |
"Wenn man will, kann man neutrale Wahlkreise auch von unabhängigen Komissionen ziehen lassen, " Nun gut, es gibt quasi "natürliche" Wahkreise, die von Natur und Verwaltungsgrenzen vorgegeben sind. Wenn etwa die Bevölkerungszahl einer Stadt (im Rahmen der zugelassenen Abweichung) einem Wahlkreis entspricht, so wird eine neutrale Kommission diese Stadt auch als einen Wahlkreis definieren. Was aber, wenn die Stadt gerade ein klein bischen zu bevölkerungsreich ist? Dann ist es doch in der Regel völlig willkürlich, welcher Stadtteil am Stadtrand aus dem Wahlkreis herausgeschnitten wird. |

Mitdenker
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 - 20:33 Uhr: | |
In Australien gibt es ein System, dass sehr empfindlich gegenüber Gerrymandering ist. Die Wahlkreise werden schon bei kleinen Prozentabweichungen zwischen den Bewerbern neu geschnitten. Dies war auch ein Grund des Sitzverlustes des früheren Premierministers John Howard. |

tg
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 - 22:17 Uhr: | |
Dazu würden mich Einzelheiten interessieren. Haben Sie dazu einen Link? |

Mitdenker
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 - 22:26 Uhr: | |
An tg, ich habe es im Hinterkopf gehabt. Hier ist schon einmal die Seite, die ich morgen lesen werde. http://www.aec.gov.au/Electorates/Redistributions/Overview.htm |

Martin Fehndrich
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 - 22:37 Uhr: | |
An Willkür kommt man bei der Einteilung von Wahlkreisen kaum vorbei. Was man mit den ganzen Zuschneideregeln vermeiden oder einschränken kann, ist eine parteipolitisch motivierte Manipulation. Durch die Wahlkreiseinteilung wird ein Wähler mit irgendwelchen anderen Wählern zusammengefasst und mit anderen nicht, und das bewirkt dann, ob seine Stimme Einfluß hat oder nicht. |

Mitdenker
| | Veröffentlicht am Montag, 03. März 2008 - 22:48 Uhr: | |
Bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus, hat ein Wähler im Australischen Bund hat ein Wähler den größeren Einfluss, als bei den gleichnamigen Wahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika. |

juwie
| | Veröffentlicht am Dienstag, 04. März 2008 - 19:41 Uhr: | |
@Mitdenker ??? |
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