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Soll das deutsche Wahlsystem reformie...

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ahnungslos (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 17. Dezember 2006 - 21:40 Uhr:   

Hallo, ich soll in Sozialkunde eine A4-Seite darüber schreiben, ob das deutsche Wahlsystem reformiert werden soll.
Aber da ich das nicht wirklich beurteilen kann, weil ich mich damit noch nie richtig auseinander gesetzt habe, würde ich mich über eure Vorschläge zu dem Thema freuen.

Danke schon mal im Vorraus,

MfG
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Der Sowi Lehrer (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Sonntag, 17. Dezember 2006 - 21:48 Uhr:   

http://www.wahlrecht.de/ueberhang/besseres.htm
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sebu
Veröffentlicht am Sonntag, 17. Dezember 2006 - 21:48 Uhr:   

Dann solltest Du Dich schleunigst mit dem Thema auseinander setzen, z.B. indem Du nicht nur Fragen ins Forum stellst, sondern die Webseite anschaust - da finden sich auch Verbesserungsvorschläge.
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Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Sonntag, 17. Dezember 2006 - 22:53 Uhr:   

UNBEDINGT sollte das deutsche Wahlrecht geändert werden - vielleicht befassen sich dann auch die deutschen Staatsbürger damit, wie es eigentlich funktioniert ...
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kloeulle (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 05. März 2007 - 13:36 Uhr:   

Also ich halte nicht sehr viel vom deutschen Wahlrecht, weil ich diese Mischung mit den Überhangmandaten nicht sehr gut finde.

Ich habe allerdings das Problem, dass ich eine absolute Mehrheit haben möchte, aber auch nicht möchte, dass die kleinen Pateien nicht aus dem Parlament fliegen. Desweiteren will ich aber auch nicht, dass eine Patei mehr als 55% der Sitze inne hat. Deswegen befürworte ich also nicht das Verhältniswahlrecht oder das Mehrheitswahlrecht. Jetzt natürlich die
Frage: Wie kann man gewärleisten, dass die kleinen Pateien vertreten sind und trotzdem eine Patei die absolute Mehrheit besitzt?

Antwort: Ein Grabenwahlrecht gewärleistet auf Jedenfall, dass die kleinen Pateien vertreten sind, aber eine absolute Mehrheit könnten zu groß werden. Ich schlage das minderheitenfreundliche Mehrheitswahlrecht vor. Beispiel: 101 Sitze zu vergeben Patei A erhält 33% 27 Sitze; Patei B 13%, 10 Sitze; Patei C 9%, 7 Sitze; Patei D 34%, 51 Sitze; Patei E 7%, 6 Sitze; sonstige 6%, 0 Sitze. Also ist beides gewärleistet!
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Philipp Wälchli
Veröffentlicht am Montag, 05. März 2007 - 15:35 Uhr:   

Eh nun - und worin besteht nun dieses "minderheitenfreundliche Mehrheitswahlrecht"? Aus den folgenden Zahlen lässt sich jedenfalls nicht erschliessen, was für ein System da gemeint sei.
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J.A.L.
Veröffentlicht am Montag, 05. März 2007 - 16:47 Uhr:   

@ kloeulle:

Es ist beinahe unmöglich, ein Wahlsystem mathematisch zu begründen, bei dem stets eine Partei (oder wie Sie sagen würden "Patei") stets zwischen 50 und 55 %, völlig unabhängig von der Stimmverteilung im Einzelnen, wie Sie es wollen, erhält.

Das wäre nur bei einem Rangfolgensystem möglich: Danach würde bei 101 Sitzen die stimmstärkste Partei 51 erhalten, den nächststärkere etwa 20, die drittstärkste 15, die vierstaärkste 8, sodann 6, 4 und 2 Sitze. Das wäre allerdings wohl gar keine Wahl mehr, sondern eine Art Abstimmung über die Zuweisung bestimmter Pfründe an bestimmte politische Gruppierung.
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kloeulle (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 06. März 2007 - 00:22 Uhr:   

Ich habe von diesen Vorschlag eines Uni-Professors als mögliches Wahlrecht gelesen und es hier eingebracht. Ich habe minderheitenfreundliches Mehrheitwahlrecht geschrieben, weil der Uni-Professor es so genannt hat. Ich habe das zu kompliziert erklärt, das Wahlrecht birgt nehmlich nur, dass die Stimmen stärkste Patei eine Mehrheitsprämie wie in Griechenland erhält, die auf ein Mandat über der absoluten Mehrheit festgesetzt ist. Natürlich ist bei einem größeren Stimmenanteil auch eine größere Mehrheit möglich. Er bezeichnet es als minderheitenfreundlich, weil die Mehrheitsprämie nicht so groß ist und dadurch die kleinen Pateien nicht soviele Sitze verlieren wie z.B. in Italien. Hier leidet in erster Linie die zweite Patei unter dem Wahlrecht, darauf antwortet der Uni-Professor, dass bei der nächsten Wahl doch die jetzige erste Patei unter der Mehrheitsprämie leiden könnte und die jetzige zweite Patei der Nutznieser der Mehrheitprämie sein könnte und es dadurch ja wieder gerächt sei.
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Hadrian Silberer (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 06. März 2007 - 00:50 Uhr:   

Nur weil eine Ungerechtigkeit abwechselnd verschiedene Seiten trifft, wird sie nicht gerecht.

Eine Wahl, bei der vorn vornherein ein Ergebnis vorweggenommen wird (wie die absolute Mehrheit) und noch dazu in diesem Umfang, halte ich für undemokratisch.

Schließlich kann es dazu führen, daß Partei A mit 25 Stimmen 60 Sitze bekommt, Partei B mit 24 Stimmen aber nur 24 Sitze.

Ist das gerecht?
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kloeulle (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Dienstag, 06. März 2007 - 02:15 Uhr:   

Ganz sicher ist das nicht gerecht, aber mir geht die Politik des kleinsten gemeinsammen Nenners der großen Koalition auf die Nerven. Deswegen möchte ich eben eine absolute Mehrheit, die aber blos nicht eine 2/3 Mehrheit sein sollte. Allerdings möchte ich schon, dass die kleinen Pateien auch noch vrtreten sind.
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Hadrian Silberer (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Mittwoch, 07. März 2007 - 14:01 Uhr:   

Die Demokratie besteht nunmal aus Kompromissen. Diese Trippel-Politik kann man nicht mit dem Wahlgesetz ändern. Ich persönlich würde das auch gar nicht wollen, obwohl ich diese Koalition ebenfalls ablehne.

Wenn Sie einer Partei eine absolute Mehrheit verschaffen wollen, müssen Sie eben für sie Wahlkampf machen. Aber mit dem Wahlrecht werden Sie da nicht weitkommen.

Immerhin werden 6 von 16 Bundesländern mit absoluter Mehrheit regiert (Bayern, Hessen, Thüringen, Hamburg, Saarland, Rheinland-Pfalz). In Baden-Württemberg hätte es für die CDU auch fast gereicht. Und die haben im Prinzip das gleiche Wahlrecht wie der Bund.

Am Wahlrecht kann's also nicht liegen, sondern am Wähler.
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ullego (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 12. März 2007 - 13:13 Uhr:   

Ja gut, eine absolute Mehrheit ist auf Bundesebene nicht möglich, aber ich möchte nicht, dass die Große Koalition zur Standardkoalition wird, mit wechselden Kanzlern der beiden Pateinen!
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Richard Seyfried
Veröffentlicht am Mittwoch, 09. Mai 2007 - 23:32 Uhr:   

@Hadrian
Du schreibst: "Wenn Sie einer Partei eine absolute Mehrheit verschaffen wollen, müssen Sie eben für sie Wahlkampf machen. Aber mit dem Wahlrecht werden Sie da nicht weitkommen."

Selbstverständlich kann man das in einem Wahlrecht festlegen, wenn man das will. Wahlrecht ist etwas von Menschen Beschlossenes und dementsprechend auch beliebig Veränderbares. Und schlechter als die häufig praktizierte willkürliche Zerstückelung eines Wahlgebiets in Einerwahlkreise ist es sicher nicht, per Definition festzulegen, dass die stimmenstärkste Partei automatisch eine knappe absolute Mehrheit der Mandate erhält.
Ein Überhang von einer Stimme wäre aber ungeschickt, weil das einen Zwang zu einer extrem starren Parteidisziplin schaft. Ein Abweichler könnte ja bereits die Mehrheit kippen. Dementsprechend verwendet Italien eine automatische Mehrheit von 54% für das stimmenstärkststärkste Parteienbündnis im Abgeordnetenhaus.
Ich bin aber gar kein Anhänger "absoluter Mehrheiten" sondern bevorzuge einen geringfügigeren Bonus für die in einem Alternative Vote Verfahren stärkste Partei. Das erleichtert die Mehrheitsbildung, ohne kleinere Parteien auszuschließen. Detailvorschläge dazu gibt´s etwa auf meiner eigenen Site unter:
http://members.chello.at/richards7/minderheitenfreundlichmehrheitsbildend.html
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claudia
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 08. September 2009 - 18:49 Uhr:   

Hilfe!!!!!
Ich hab als Hausafgabe auf, recherchieren Sie Vorschläge, wie das deutsche Wahlrecht reformiert weden soll! Und ich hab echt keine Ahnung von Wahlen usw... Also falls jemand irgendeine Antwort drauf hat, bitte melden!!!! Danke...
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Cyrix
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 08. September 2009 - 19:02 Uhr:   

na dann lese mal auf dieser Seite. Hier steht viel...

Cyrix
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claudia
Unregistrierter Gast
Veröffentlicht am Dienstag, 08. September 2009 - 21:22 Uhr:   

Ja aber das kapier ich hier alles überhaupt nicht, ick versteh nur Bahnhof!:-( kann nicht einfach jemand mal konkret 2,3 vorschläge schreiben, sodass auch ich das kapiere!? bitte........
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hugo hoagie
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. September 2009 - 01:49 Uhr:   

@ u.a. claudia:
Abschaffung der 5%-Hürde auf Bundesebene:
ich weiß, ist ein alter hut, aber nachdem sich jetzt in mehreren bundesländern die abschaffung dieser hürde auf kommunaler ebene durchgesetzt hat, frage ich mich, wieso das nicht für die bundesebene gelten soll. Begründet wurden die Urteile gegen die 5%-Hürde meines Wissens damit, dass -im Gegensatz zum BT- die Funktionsfähigkeit der Gemeindevertretungen auch ohne 5%-hürde nicht gefährdet seien.
Für die Bundesebene soll es aber dabei bleiben, dass die 5%-Hürde ein legitimes Mittel ist, um ein Viel-Parteien-Parlament zu verhindern und die Funktionfähigkeit des BT zu erhalten.
Ich hab folgende Probleme damit:
1.) Es ist einfach eine Unterstellung, dass der Bundestag funktionsunfähig würde, wenn die vielen kleinen Parteien ins Parlament kämen.(es wurde ja nie ausprobiert). In Diskussionen darüber wird immer auf die Situation in der Weimarer Republik verwiesen und als Rechtfertigung vorgebracht, weswegen es nun diese Hürde geben müsse. Aber das Wahlsystem war ja wohl (wenn überhaupt)nur ein ganz untergeordneter Grund für das Scheitern der WR. Unter Historikern werden jedenfalls immer ganz andere Gründe genannt.
--> Was würde passieren, wenn die "sonstigen" ins Parlament einzögen? Umgerechnet würde das ca. 30 Sitze für alle "kleinen" Parteien bedeuten. Diese 30 Mandate werden wohl kaum einer Mehrheitsbildung der großen Parteien entgegenstehen.
Und selbst wenn es dadurch schwieriger würde Mehrheiten zu bilden, dann ist es eben als Wille des Wählers zu akzeptieren (Zusammensetzung d.Parlaments soll ja das Meinungs-Spektrum des Volkes wiederspiegeln).
Abgesehen davon sieht man doch heute, dass es auch mit der 5%-hürde nicht/kaum mehr für die klaren machtverhältnisse reicht, die früher mit 2-3 Parteien möglich waren. Die gewählten Volksvertreter müssen dann eben miteinander mit den meisen Übereinstimmungen eine Koaliton bilden.
Also ist auch heute schon die Funktionsfähigkeit durch den Einzug der Grünen und der Linke in den BT eingeschränkt worden.
Aber wenn insb. die großen Parteien akzeptiert haben, dass die Zeiten eines 3-Parteiensystems (zumindest jetzt)vorbei sind, werden sie sich schon mit anderen fraktionen einigen und koalitionen bilden.

2.) Also vermag die unterstellte Funktionsunfähigkeit des Bundestags meiner Meinung nach nicht rechtfertigen, dass bei den Bundestagswahlen regelmässig 1,5 bis 2 Millionen Stimmen von Bürgern einfach wertlos wegfallen.
Demokratie bedeutet Volksherrschaft. Bei uns in den allermeisten Fällen nur mittelbar, nämlich durch die Repräsentanten des Volkes, der Abgeordneten im Bundestag.
Durch diese herrscht das Volk. So der Gedanke.
Doch 1,5 - 2 Mio Menschen herrschen eben jedesmal nicht mit.

Natürlich kann sich nicht jede einzelne Stimme für eine kleinste Partei verwirklichen in ein Mandat. Aber eine Absenkung auf 0,1-0,5% fände ich mindestens für erforderlich.
Das würde -finde ich- sicher auch der Wahlbereitschaft dienen. Jetzt ist der Gedanke weit verbreitet,dass die "etablierten" Parteien machen, was sie wollen und wegen der 5%hürde wählen die allermeisten nur zwischen diesen 5 parteien. Ob die Kritik an diesen 5 berechtigt ist, sei dahingestellt. Aber Einigkeit besteht doch darin, dass die Wahlbeteiligung möglichst hoch sein sollte. Deshalb wäre es sicher reizvoller für viele zur wahl zu gehen, wenn sie wissen, dass sie mit ihrer stimme auch durchkommen und echte alternativen haben.
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Edeltraud Dietert
Registriertes Mitglied
Veröffentlicht am Dienstag, 22. September 2009 - 07:12 Uhr:   

je mehr Splitterparteien = Zweitstimme, sich von den etablierten Parteien abwenden, umso schwieriger wird es für die Bürger eine Entscheidung zu treffen.

Mehr als acht Parteien halte ich für NUR Geschäft, anstatt den Auftrag der Bürger ausführen zu müssen und Politik für das Volk zu machen.

Die Personen, die mit der Erststimme wählbar sind, dürfen sich nicht hinter einem Wahlprogramm einer Partei verstecken und für persönliche Aussagen und Zusagen haften.

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