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"Kampfkandidatur", "Urabstimmung" und...

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(Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 02. Dezember 2006 - 17:08 Uhr:   

Hallo,
da ich weder Partei- noch Vereinsmitglied bin und das Phänomen Wahl mich nur zu Kommunal-, Landes-, Europa- und Bundestagswahlen berührt, kann ich mich nicht genau in Wahlvorgänge innerhalb einer "Organisation" (oder wie immer man es bezeichnen möchte) reindenken.
Wann spricht man genau von einer Kampfkandidatur? Wäre das z.B. beim CDU-Parteitag der Fall gewesen, wenn auf ein mal ein anderer Kandidat(in) als Merkel sich zum Parteivorsitz beworben hätte, oder wenn plötzlich ein anderer Kandidat als Wulff, Rüttgers, Schavan und Koch zur Stellvertreterwahl angetreten wäre? Ist eine Kampfkandidatur also immer dann der Fall, wenn ein anderer Kandidat, als der vom Leitungsgremium gewünschte (oder durch vorausgegangene interne Abstimmungen gewählte) kandidiert?
Des weiteren der Begriff Urabstimmung. Was genau will uns das sagen? Eine Abstimmung an der Basis der jeweiligen Organisation?
Zu guter letzt: Leitantrag. Ist ein Leitantrag ein Antrag den eine Gruppe innerhalb einer Organisation zur Abstimmung auf einer Mitgliederversammlung stellt? Warum nennet sich dies LEITantrag?
Danke,
J.K.
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ag (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Samstag, 02. Dezember 2006 - 19:24 Uhr:   

Kampfkandidatur:
Ja, das ist das, was landläufig darunter verstanden wird.
(Mit anderen Worten: es wird schon als befremdlich angesehen, wenn mal ein Gegenkandidat auftaucht.)

Urabstimmung: Ja, genau.

Leitantrag: das ist bei Parteitagen der Antrag zu einem i.d.R. bedeutenderen Sachthema, der von der Antragskommission als derjenige vorgeschlagen bzw. von der Versammlung als derjenige bestimmt wird, auf dessen Basis Änderungsanträge zu Details befasst werden. Häufig werden diese Leitanträge vom Parteivorstand, der Fraktion oder der parteiintern zuständigen Arbeitsgruppe vorgelegt.
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Ralf Lang
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 - 07:37 Uhr:   

Es gibt durchaus manchmal konkurrierende Entwürfe zum Leitantrag, anhand derer teilweise auch parteiinterne Machtkämpfe ausgetragen werden, ohne dies direkt zu benennen.
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ag (Unregistrierter Gast)
Veröffentlicht am Montag, 04. Dezember 2006 - 09:23 Uhr:   

Also, bei den Grünen gibt es in der Tat vor dem Parteitag häufiger konkurrierende Anträge (aus Fraktion, Vorstand, Arbeitsgemeinschaften oder von den "Flügeln") und es läuft dann so, dass die Antragskommission einen davon als Leitantrag vorschlägt -- häufig versuchen in diesem Zusammenhang auch unterschiedliche Antragssteller, sich auf eine gemeinsame Version zu einigen, sodass dann ein "Leitantrag" vorliegt.

Stehen doch noch mehrere grundsätzliche Formulierungen gegeneinander, so entscheidet die Versammlung nach der Aussprache und vor dem Abstimmungsverfahren, welcher Antrag zum Leitantrag gemacht wird, auf dessen Basis dann Änderungsanträge zu einzelnen Aspekten behandelt werden.

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