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Wahlbeteiligung

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Blume
Veröffentlicht am Mittwoch, 19. Juni 2002 - 15:58 Uhr:   

Was passiert, wenn die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl unter 50% liegt?
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Donnerstag, 20. Juni 2002 - 11:12 Uhr:   

Gar nichts, ist in anderen Staaten auch durchaus üblich (z.B. Schweiz, USA, Polen).
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SoleSurvivor
Veröffentlicht am Sonntag, 23. Juni 2002 - 15:08 Uhr:   

dann wird der relative Anteil der Parteien mit einer sehr stark motivierten Anhängerschaft, also PDS, die rechten Partein und in gewissem Sinne auch FDP größer.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Samstag, 29. Juni 2002 - 16:10 Uhr:   

Ganz allgemein nutzt niedrige Wahlbeteiligung den Parteien mit vielen Stammwählern. Da in Deutschland CDU ind CSU mit Abstand das höchste Stammwählerpotential haben, profitieren also vor allem sie von niedriger Wahlbeteiligung, im Osten auch die PDS. Dagegen hat die SPD immer größere Schwierigkeiten, ihre Klientel an die Urne zu kriegen.
Entgegen landläufiger Meinung schadet niedrige Wahlbeteiligung vor allem auch Rechtsradikalen und sonstigen populistischen Gruppen. Wenn Wähler massenhaft zu Hause bleiben, sind darunter die Unzufriedenen im Lande weit überrepräsentiert. Und gerade diese Leute sind ja die Zielgruppe von Protestparteien.
Es ist daher kein Zufall, dass Stimmenzuwachs für Rechtsextremisten und/oder -populisten meist mit deutlich steigender Wahlbeteiligung verbunden sind . Z.B. stieg sie 1998, als die DVU in Sachsen-Anhalt 12,9% bekam, gegenüber der vorherigen Wahl um 17 Prozentpunkte. Auch in jüngster Vergangenheit war diese Tendenz zu beobachten, z.B. in Hamburg mit der Schill-Partei und in den Niederlanden mit der Fortuyn-Liste.
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SoleSurvivor
Veröffentlicht am Sonntag, 30. Juni 2002 - 11:44 Uhr:   

Ich rechne "Protestwähler" eigentlich nicht zur Wählerschaft einer Partei. Sie haben keine Bindung zur Partei sondern artikulieren sich nur gegen die anderen Parteien.
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Thomas Frings
Veröffentlicht am Freitag, 12. Juli 2002 - 22:30 Uhr:   

Das Protestparteien keinen festen Wählerstamm haben, ist nicht zwangsläufig, auch wenn diese These sich in Deutschland bisher Gott sei dank immer bewahrheitet hat (die PDS ist allerdings ein Zweifelsfall, aber ich denke sie ist im Osten eher Milieu- als Protestpartei). Aber in anderen Ländern gibt es auch reichlich Gegenbeispiele, z.B in Österreich, Frankreich, Belgien oder Norwegen.
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SoleSurvivor
Veröffentlicht am Montag, 15. Juli 2002 - 14:54 Uhr:   

Die FPÖ ist aber beileibe keine "Protestpartei".
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RalfHenrichs
Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2002 - 11:06 Uhr:   

@ SoleSurvivor,

die FPÖ an sich natürlich nicht. Aber ein Grossteil der FPÖ-Wähler waren stets Protestwähler gegen die SPÖ-ÖVP-Bundesregierung. Da sich an diesem Zustand lange Zeit nichts änderte, blieben die Protestwähler der FPÖ treu.

Jetzt, wo die FPÖ schlecht gegen die österreichische Bundesregierung polemisieren kann, verliert die FPÖ ja auch. Wer jetzt (noch) FPÖ wählt, kann nicht mehr als Protestwähler bezeichnet werden. Sondern als Überzeugungstäter, die die FPÖ ja auch immer hatte.
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SoleSurvivor
Veröffentlicht am Freitag, 02. August 2002 - 17:11 Uhr:   

Es soll dort auch noch Liberale geben
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norbert
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. August 2002 - 16:28 Uhr:   

ab welcher wahlbeteiligung ist denn die wahl üngültig? oder gibt es solch ein szenario gar nicht?
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Matthias Cantow
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. August 2002 - 18:20 Uhr:   

@norbert

Ab 100,00 % wird es unglaubwürdig und dann wohl auch ungültig ;-). Solche Wahlbeteiligung gab es nicht mal in der DDR.

Schau mal unter Sonstiges: Stimmenthaltung nach.
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Jim
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. August 2002 - 20:54 Uhr:   

Bei einer Auswertung der Stimmbezirke in den Städten Ratingen und Düsseldorf bei der letzten BTW konnte ich bezüglich der Wahlbeteiligungen folgende Beobachtungen machen:

In Stimmbezirken mit hoher Wahlbeteiligung sind FDP und CDU besonders stark. Hier schneiden SPD, PDS, Rechte und Sonstige besonders schlecht ab. Die Anzahl der ungültigen Stimmen war hier relativ gering.

In Stimmbezirken mit niedriger Wahlbeteiligung dominierte eindeutig die SPD, hier liegen auch die Hochburgen der PDS, der Rechten und der Sonstigen. Die Anzahl der ungültigen Stimmen liegt hier relativ hoch.

Die Stärken der Grünen sind nicht so eindeutig verteilt. So gibt es sowohl Stimmbezirke mit hoher Wahlbeteiligung, in denen die Grünen gut abschneiden als auch Stimmbezirke mit niedriger Wahlbeteiligung, in denen die Grünen gute Ergebnisse erzielten.

Gruß Jim
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Forscher
Veröffentlicht am Freitag, 04. Juni 2004 - 20:52 Uhr:   

@ Jim

Daraus kann man aber nicht so einfach schließen, wem eine hohe oder niedrige Wahlbeteiligung nutzt. Die von Dir dargestellten Phänomene korrelieren mit dem Sozialstatus der Gebiete. CDU und FDP werden überwiegend in Gebieten mit hohem sozialem Status gewählt, während SPD, PDS (zumindest im Westen) und Rechte überwiegend in Gebieten mit geringem sozialen Status gewählt werden. Bei den Grünen ist die Verteilung nicht so eindeutig, sie werden überwiegend in den hochverdichteten Altbaugebieten der Großstädte - unabhängig von deren sozialen Status - gewwählt. Je höher der soziale Status (Einkommen, Bildung etc.) ist, desto höher ist auch das Bewußtsein, mit seiner Wahl etwas bewegen zu können und damit auch die Bereitschaft zur Wahl zu gehen.

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