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Martin Wilke
| | Veröffentlicht am Montag, 25. Juli 2005 - 14:14 Uhr: | |
Bei Präferenzwahlverfahren wie Instant-runoff (IRV) und Single Transferable Vote (STV) werden die Kandidaten mit der jeweils geringsten Unterstützung rundenweise eliminiert und die auf ihn entfallenen Stimmen gemäß der Zweitpräferenzen, Drittpräferenzen usw. verteilt. Herkömmlicherweise gilt derjenige Vorschlag als der mit der geringsten Unterstützung, der die jeweils wenigsten Erstpräferenzen auf sich vereint. Kennt jemand eine modifizierte Form des IRV, bei der nicht der Erstpräferenzen-Verlierer der jeweilige Runde ausscheidet, sondern der unter Berücksichtigung aller Präferenzen unpopulärste Kandidat, also der Condorcet-Verlierer? |

sebu
| | Veröffentlicht am Montag, 25. Juli 2005 - 14:20 Uhr: | |
Condorcet nicht, aber mit Borda bei STV: Chris Geller: «Single transferable vote with Borda elimination: proportional representation, moderation, quasi-chaos and stability.» Electoral Studies 24 (2005) 265-280. |

Jobst Heitzig
| | Veröffentlicht am Montag, 19. September 2005 - 23:10 Uhr: | |
Es muss nicht stets einen Condorcet-Verlierer geben, daher ist dies nicht wohl-definiert. Übrigens wird auf der election-methods list (siehe http://wiki.electorama.com/wiki/Election-methods_mailing_list) eine ähnliche Methode diskutiert: Man lasse die Wähler Rangfolgen mit einer sogenannten Zustimmungsgrenze (approval cutoff) angeben und entferne dann solange den Kandidaten mit der geringsten Zustimmung, bis ein Condorcet-Gewinner existiert. Diese Methode (DMC) hat trotz ihrer grossen Einfachheit sehr viele theoretisch wünschenswerte Eigenschaften und wird möglicherweise für eine Wahlrechtsreform in Washington State vorgeschlagen werden. |
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