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Erhöhter (!) Erfolgswert der Stimme f...

Wahlrecht.de Forum » Wahlsysteme und Wahlverfahren » Sonstiges (noch nicht einsortierte Themen) » Erhöhter (!) Erfolgswert der Stimme für 5%-gefährdete Partei « Zurück Weiter »

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Wastl
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 20:04 Uhr:   

Wenn die Umfragen einer Partei eine Zitterpartie an der 5-Prozent-Hürde vorhersagen, dann gibt es zwei typische Antworten des Wählerverhaltens: Die Einen meiden diese Partei, um nicht "für den Papierkorb" zu wählen, die Anderen wählen sie gerade deshalb, weil sie es nötig hat (bekannt waren ja die FDP-Leihstimmen bei Bundestagswahlen in der Kohl-Ära).

Mir scheint, dass die meisten Leute bei der Wahlentscheidung für oder gegen eine kleine Partei dieses Problem nur "aus dem Bauch heraus" oder anhand konkreter Koalitions-Szenarien angehen. Ich habe daher mal versucht, das (unter gewissen vereinfachenden Annahmen) durchzurechnen: Wie verhält sich der statistische Erfolgswert einer Stimme für die Sitzverteilung in der Nähe der 5-Prozent-Hürde?

Unter http://www.toter-stein.de/diverses/5prozent/index.html ist das näher ausgeführt.

Mein Problem ist, dass man dazu die Wahrscheinlichkeitsverteilung des Wahlergebnisses bei gegebener Prognose kennen muss. Selbst wenn man die Standard-Lösung (Gauß-Verteilung) annimmt, muss man immer noch die Streuung wissen, und da fehlt mir das Insiderwissen der Wahlforscher.
Ich vermute nämlich, dass nicht die aus der Stichprobengröße statistisch ermittelbare Streuung das Entscheidende ist, sondern politische, psychologische und stichproben-systematische Abweichungen. Hat dazu jemand konkrete Angaben?

Es scheint jedenfalls so zu sein, dass selbst bei deutlich eingeschränkten Aussichten, die 5-Prozent-Hürde zu überwinden, die Stimme für so eine Partei noch mehr wert sein kann als bei einer 10%- oder 40%-Partei, weil die Sitze für die ersten 5% der Wählerschaft, die "beim Überklettern der 5%-Hürde nachgeliefert werden", wie ein hoher Jackpot bei einem Gewinnspiel den Erwartungswert erhöhen.
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Martin Fehndrich
Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Juni 2004 - 20:53 Uhr:   

Schöne Berechung zum Jackpot-Effekt.

Die Entscheidung für eine Stützstimme fällt sicherlich auch anhand konkreter Koalitions-Szenarien, immerhin gibt man ja seine Stimme alternativ an eine weniger gewünschte Partei.

> Mein Problem ist, dass man dazu die
> Wahrscheinlichkeitsverteilung des Wahlergebnisses bei
> gegebener Prognose kennen muss.

Du könntest versuchen den Wert aus dem Vergleich, Letzte veröffentlichte Umfrage zum Wahlergebnis bei dem Stimmenanteil einer kleinen Partei zu schätzen.

Man sollte natürlich vorsichtig sein, eine Umfrage ist nicht unbedingt eine Prognose.

Einen Mobilisierungseffekt vermute ich aber auch, das beste was einer Partei vor der Wahl passieren kann, ist auf 4,5% prognostiziert zu werden.
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Sole
Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 09:24 Uhr:   

"Man sollte natürlich vorsichtig sein, eine Umfrage ist nicht unbedingt eine Prognose.
"

Und eine "letzte Umfrage" erreicht beileibe nicht jeden vor der Wahl, nicht einmal wenn es denn jeden interessierte.
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c07
Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 11:28 Uhr:   

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c07
Veröffentlicht am Freitag, 11. Juni 2004 - 12:10 Uhr:   

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